2012-06-26
Autor Simon Weißenfels

Luis Knabl 26. bei WM-Rennen in Kitzbühel

Luis Knabl vom WMF BKK-Team AST Süßen wird 26. beim Heimrennen in Kitzbühel im Rahmen der ITU-WM Serie – Martin Bader wird 39., Paul Reitmayr 41.

Einmal im Jahr wird das Ski-Mekka Kitzbühel zum Zentrum des internationalen Triathlonsports, wie am Sonntag bei der vierten von acht Stationen der Triathlon World Series, in deren Rahmen der Triathlon-Weltmeister 2012 ermittelt wird.

In diesem Jahr waren mit Martin Bader, Luis Knabl und Paul Reitmayr erstmals drei Athleten des WMF BKK-Team AST Süßen am Start, welche sich in ihrer österreichischen Heimat mit den besten Triathleten der Welt messen durften.

Bild: Luis Knabl

Das Feld der knapp fünfzig Starter machte sich zu Beginn auf einen 750 Meter langen Rundkurs im warmen Kitzbühler Schwarzsee, welcher zweimal zu durchschwimmen war. Gemeinsam mit den starken russischen und britischen Athleten, sowie in der Spitzengruppe um Olympiasieger Jan Frodeno stieg Luis Knabl an Position 8 aus dem Wasser, dicht gefolgt von seinem schwimmstarken Teamkollegen Martin Bader auf Position 9. Auf dem anspruchsvollen Radkurs rund um Kitzbühel hatte sich schnell eine dreiköpfige Spitzengruppe abgesetzt, Knabl und Bader kämpften in der Verfolgergruppe um den Anschluss und die Nachführarbeit der Verfolgergruppe wurde gegen Mitte der vierzig Radkilometer belohnt, als die Ausreißer eingeholt waren.

So kam eine knapp dreißigköpfige Spitzengruppe zum zweiten Wechsel in Richtung der abschließenden zehn Laufkilometer, in welcher alle Favoriten vertreten waren. Während an der Spitze die britischen Brüder Jonathan und Alistair Brownlee gemeinsam mit dem Spanier Javier Gomez um den Sieg kämpften, hatte vor allem Luis Knabl seinen Lauf offensiv begonnen und sich an die Fersen von Olympiasieger Jan Frodeno geheftet. Auf dem viermal zu durchlaufenden Wendepunktkurs siegte schließlich Olympia-Topfavorit Alistair Brownlee nach einer abschließenden Laufzeit von 29:51min in 1:50:13h. Während die Deutschen Steffen Justus (Platz 6), Maik Petzold (Platz 14) und Jan Frodeno (Platz 16) an diesem Tag einen wichtigen Olympia-Formtest bestanden hatten, überraschte der erst 20-Jährige Knabl mit einem abschließenden Platz 26 die internationale Triathlon-Elite.
Mit einer Zeit von 1:54:51min wurde er nicht nur bester Lokalmatador, sondern schlug auch Österreichs Olympiastarter und Landsmann Andreas Giglmayr.

Eine tolle Leistung lieferte auch Martin Bader, der auf Platz 39 ins Ziel kam und sich damit bei seinem ersten Rennen auf diesem Top-Niveau achtbar schlug.

Paul Reitmayr, dritter Süßener Athlet im Bunde, war nach dem Schwimmen in der zweiten Verfolgergruppe mit einem Rückstand von drei Minutengewesen, lieferte jedoch dank einer tollen kämpferischen Leistung einen ebenfalls hervorragenden 41. Platz ab und komplettierte das tolle Mannschaftsergebnis.