2012-08-19
Autor Simon Weißenfels

Julia Gajer wird EM-Dritte und darf zur WM nach Las Vegas

Julia Gajer schafft durch Platz 3 beim Ironman 70.3 in Wiesbaden die Qualifikation für das WM-Rennen in Las Vegas

Bild: Julia Gajer

Die erfolgreiche Saison hat für Julia Gajer bei der Ironman 70.3-Europameisterschaft in Wiesbaden ihre Fortsetzung gefunden. In der hessischen Landeshauptstadt war die Süßener Profi-Triathleten im Feld der nationalen und internationalen Athletinnen als Mitfavoritin gestartet und konnte dieser Rolle gerecht werden.

Fünf Wochen nach ihrem dritten Platz bei der Challenge Roth lag die 30-Jährige nach 1,9km Schwimmen, im südöstlich von Wiesbaden gelegenen Waldsee Raunheim, mit einer Zeit von 24:45min in der ersten Verfolgergruppe. Auf den folgenden anspruchsvollen 90 Radkilometern zog sich das Feld weit auseinander und während an der Spitze die spätere Siegerin Anja Beranek die 1450 Höhenmeter durch den Taunus am schnellsten bewältigte, kämpfte Gajer um den Anschluss an die Top 3. Auf Position 4 liegend lief die amtierende Mitteldistanz-Europameisterin von Kraichgau nach einer Radzeit von 2:48:40h auf den abschließenden Halbmarathon, welcher die Athleten vier Runden lang durch den Wiesbadener Kurpark führte.

Mit dem schnellsten Lauftempo des Frauenfeldes lief Gajer alsbald an der auf Position 3 liegenden Britin Jodie Swallow vorbei und nahm die Verfolgung in Richtung der Zweitplatzierten Virginia Berasategiu aus Spanien auf. Nach 4:40:39h lief Gajer schließlich als Dritte über die Ziellinie und verpasste mit der besten Halbmarathon-Zeit des Tages von 1:23:20h den zweiten Platz lediglich um neun Sekunden. Gajer zeigt sich dennoch zufrieden mit dem Wiesbadener-Rennen und der damit erreichten Qualifikation für die Weltmeisterschaften auf der selben Distanz in Las Vegas am 9. September: „Ich bin sehr zufrieden, da ich in allen drei Disziplinen alles abrufen konnte was ich draufhabe und bin sehr stolz darauf, dass ich nur 5 Wochen nach Roth schon wieder ein Rennen auf so hohem Niveau zeigen konnte. Die Qualifikation ist das I-Tüpfelchen auf eine tolle Saison. Ich erwarte mir von diesem Rennen nicht unbedingt eine Top-Platzierung sondern möchte vielmehr Erfahrung sammeln.“

Julian Mutterer, Teamkollege von Gajer beim WMF-BKK Team AST Süßen, gelang in seinem ersten Jahr als Triathlon-Profi und ein Jahr nach seinem EM-Titel an selber Stelle ein weiterer Achtungserfolg. Im Feld der internationalen Top-Athleten um den neuen Europameister Michael Raelert behauptete sich der Student lange im Verfolgerfeld der Spitzenathleten und konnte mit Platz 20 im Profifeld außerordentlich zufrieden sein. Seine Gesamtzeit von 04:27:33 (00:25:16/ 02:38:25/01:20:23) war nicht nur ähnlich schnell wie bei seinem EM-Titel im Vorjahr, nein auch die vielen deutschen Profi-Athleten die hinter ihm das Ziel erreichten sind ein Zeichen für Mutterers positiven Leistungstrend.

Die weiteren Kreisathleten:

  • 828. Daniel Schenke (DLRG Geislingen) 6:04:01h
  • 1334. Stephan Strung (WMF BKK-Team AST Süßen) 7:28:38h